Programmierung/Abgleich von Motorola mc micro und M110 PDF Drucken E-Mail

Da doch ab und zu noch die kommerziellen Funkgeräte von Motorola im Umlauf sind und auch bei eBay günstig zu haben sind möchte ich gern eine kleine Anleitung zum Umprogrammieren und Neuabgleich dieser Geräte MC Micro und M110 für den Amateurfunk oder Freenet oder jede andere Frequenz geben.

Viele Informationen kann man bei www.batlabs.com und bei "meine Motorola-Funkpage" http://www.agh-technik.bravehost.com/motofunk.html abstauben. Dort bekommt man Hinweise auf Schaltpläne für die entsprechenden Programmieradapter und die Belegung der 9 und 15 poligen Systemstecker sowie der Mikrofonbuchse. Ich beschreibe die Programmierung der Sende und Empfangsfrequenz und einzelner Menüpunkte die für den normalen Funkbetrieb benötigt werden sowie den korrekten Abgleich.

Programmierung:

Ich verkaufe keine Programmiersoftware und kenne auch keine Quellen. Ich habe meine damals von einem befreundeten Motorola Systemingenieur bekommen der sein Servicebüro "ausgemistet" hat. Vorraussetzung für die Programmierung ist ein steinalter PC/Laptop mit höchstens 286er Prozessor. Auch 8086 gehen. Es handelt sich bei der Software um eine DOS-Software die auf allen DOS-Systemen läuft, man muß halt nur schauen das die serielle Schnittstelle verfügbar ist und keinen FIFO besitzt. Ich selber nutze einen alten Toshiba-Laptop T1200 ohne Akku der sich mit 12 Volt Spannung (die man sowieso zum Betrieb des Funkgerätes bei der Programmierung brauch) zufrieden gibt. Auch ihn hatte ich bei ebay erworben für 10 Euro. Zum Programmieren brauch man dann das Interface (wie bei batlabs oder Motorola-Funkpage beschrieben) welches man entweder auf den 15poligen Frontstecker (Bild) oder die Mikrofonbuchse steckt (bei Bedienfront). Das Gerät gibt es mit Bedienteil (Bild) aufgeschraubt und extra Mikrofon (Bild) oder Lautsprecher-Komfortmikrofon mit LC-Display (Bild). An der autoexec.bat (Bild) des Programmier-PC müssen auf jeden Fall noch Einstellungen vorgenommen werden, ansonsten ist keine korrekte Anzeige in der Software möglich. Auf jeden Fall startet man erstmal die Programmiersoftware und liest den Inhalt der Geräte aus. Damit ist dann auch ersichtlich um welches Gerät es sich handelt (VHF oder UHF, Kanäle, Selektivrufverfahren usw). Bei der Software für das MC Micro muß man vorher eine Auswahl treffen (Bild). Geräte die uns interessieren und von denen ich auch den Abgleich beschreibe sind Geräte für VHF (136 bis 174 MHz) und UHF ohne Bündelfunk (410 bis 470 MHz). Wer eine Liste sucht um anhand der Modellnummer die Version rauszubekommen wird hier (http://www.oppermann-telekom.de/micro-modelle.html) fündig. Im Menü wird der Punkt herausgesucht um die vorhandene Programmierung zu bearbeiten. In der Liste für die Kanäle kann man seine bis zu 9 Kanäle (Beispiel) mit den gewünschten Frequenzen belegen, jeweils getrennt Empfangs- und Sendefrequenz (wichtig für Relaisbetrieb, Ablage nicht vergessen!) Achtung: Da im Normalfall eine Programmierung unterhalb 146 MHz nicht so ohne weiteres geht, kommt eine Fehlermeldung. Einfach überspringen/ignorieren, da sich trotzdem das Gerät dort programmieren und abgleichen läßt. Alle anderen Einstellungen läßt man am besten so wie sie sind (Bild). Monitor inhibit sollte auf NO stehen bleiben, denn das ermöglicht mit Hilfe der Monitortaste (Bild) die Rauschsperre bei schwachen Signalen zu öffnen. Da im Amateurfunkbereich selten ZVEI-Selektivrufverfahren genutzt werden kann man die Konfigurationseinstellungen löschen. Wer trotzdem Selektivruf nutzen möchte, findet hier (Link) nochmal ein paar Hinweise. Gern kann man auch eine Beispielprogrammierung bei mir (Mail) abfordern. Wichtig: Man kann in jedem Programmierschritt per F1-Taste eine Hilfe abfordern wobei dort nochmal mögliche Einstellpunkte erklärt werden. Alle anderen Menüpunkte braucht man eigentlich nicht beachten,denn sie betreffen vorrangig den Punkt Selektivruf. Bitte nicht vergessen die Sendezeitbegrenzung abzuschalten oder zumindest den Wert (Bild) erhöhen. Ansonsten gibt es keine weiteren Punkte die für eine AFU-Programmierung wichtig sind.

Nicht vergessen die Konfiguration abzuspeichern für weitere Geräteprogrammierungen. Dann braucht man vielleicht nur die Frequenz(en) ändern. Konfiguration ins Gerät laden, kurz warten ... Fertig !